Einladung zum 77. Jahresbott: Samstag, 21. März 2015, 14.30 Uhr

Kirchgemeindehaus St. Peter, Lavatersaal, St. Peterhofstatt 6, Zürich

Traktanden:

1.    Protokoll vom 76. Jahresbott vom 15. März 2014
           Das Protokoll liegt dieser Einladung bei.

2.    Jahresbericht

2.1.     über das Vereinsjahr

2.2.     über den Dachverband

2.3.     über das Kurswesen

3.    Finanzen

3.1.     Rechnungsablage

3.2.     Revisorenbericht

3.3.     Genehmigung der Jahresrechnung und Entlastung des Vorstands

3.4.     Jahresbeitrag

4.    Varia

Beginn des zweiten Teils, ca. 15.35 Uhr:

Juliana Roost: Keltisch in der Schweiz

Heute spricht man in der Schweiz ger­ma­ni­sche Sprachen, wie die schweizerdeutschen Dialekte, und romanische Sprachen, wie das Italienische, Rätoromanische und Französi­sche. Vor zweitausend Jahren war in dieser Gegend eine andere Sprachfamilie vertreten: die keltische, deren Vertreter man heute noch in Irland, in verschiedenen Gegenden Grossbritanniens und in der Bretagne findet. Was das für eine Sprache war, wie sie zu ihren modernen und historischen Verwand­ten steht und welche Zeugnisse wir zum Beispiel in Ortsnamen oder Inschriften von ihr finden können, soll in diesem Vortrag behandelt werden.

Juliana Roost hat einen BA der Universität Zürich mit dem Hauptfach Vergleichende germanische Sprachwissenschaft erworben, darauf einen MA in Medieval Celtic Languages and Literature am University College Dublin und einen MA in Historischer Linguistik und Mediävistik an der Universität Zürich. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Geschichte der keltischen und germanischen Sprachen; sie ist Doktorandin an der Universität Basel mit einem entsprechenden Stipendium des Nationalfonds.

 

Wann: Samstag 21. März 2015, 14.30 Uhr
Eintritt: frei, Gäste willkommen
Ort: Kirchgemeindehaus St. Peter, Lavatersaal, St. Peterhofstatt 6, Zürich

 

 

Veranstaltungsprogramm 2014/2015

TAGDATUMUHRZEITVERANSTALTUNG
Samstag,27.09.2014Herbstausflug: Einsiedeln
Mittwoch,15.10.201418.15 UhrLeo Buchs: Jaundeutsches Wörterbuch
Mittwoch,19.11.201418.15 UhrCharlotte Pedergnana, Winterthur: Lesung
Mittwoch, 17.12.201414.30 UhrLisa Krischel-Brog: Eine Stimme aus dem Haslital
Mittwoch,14.01.201518.15 UhrNicholas Mühleberg: Buchgestaltung
Mittwoch,18.02.201518.15 UhrErika Waser: Luzerner Namenbuch
Samstag, 21.03.201514.30 Uhr77. Jahresbott, Juliana Roost: Keltisch in der Schweiz

Ort: Kirchgemeindehaus St. Peter, Lavatersaal, St. Peterhofstatt 6, Zürich

Eintritt frei, Gäste willkommen

Adresse:
Verein Schweizerdeutsch, Gruppe Zürich, 8000 Zürich
www.spraach.ch oder www.zürich-deutsch.ch

Auskunft:
Heinz Gallmann (Obmann), 044 793 24 54
Susanna Gnehm (Sekretariat), 044 432 57 18

Erika Waser: Luzerner Namenbuch

Im Januar 1989 hat die Sprachwissenschaftlerin Erika Waser an einer gemeinsamen Veranstaltung der Gruppe Züri des Bundes Schwyzertütsch und der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde, Sektion Zürich, ihre Zürcher Dissertation «Die Entlebucher Namenlandschaft» vorgestellt. Nun ist vor kurzem der dritte Band der Reihe «Luzerner Namenbuch» erschienen. Er enthält die Sammlung der Orts- und Flurnamen des historischen Habsburgeramtes (Gebiet östlich der Stadt Luzern bis an die Zuger Grenze). Dazwischen liegt ein Vierteljahrhundert namenkundlicher Forschungsarbeit. Die Referentin mit Entlebucher Wurzeln hat in dieser Zeit die Forschungsstelle «Luzerner Namenbuch» begründet, die sie heute noch leitet. Seit dem Jahre 1998 arbeitet sie zusammen mit einem Forschungsteam. Der erste Band des «Luzerner Namenbuches» mit den Orts- und Flurnamen des Amtes Entlebuch ist im Jahre 1996 erschienen. Im Jahre 2009 wurde der zweite Band mit den Namen des luzernischen Rigigebiets publiziert. Die Reihe wird mit dem Namenbuch des luzernischen Pilatusgebiets fortgesetzt (www.staatsarchiv.lu.ch/namenbuch). Neben den Buchpublikationen wurde eine digitale Flurnamenkarte erarbeitet. Sie ist online über das Luzerner Namenbuch oder das Geoportal des Kantons Luzern abrufbar (www.geo. lu.ch/app/namenbuch). In ihrem Vortrag gibt Erika Waser einen Einblick in ihre namenkundliche Forschungsarbeit. Sie erklärt, wie und warum Namen gesammelt und gedeutet werden und welche Aussagen für die Sprach-, Kultur- oder Siedlungsgeschichte mit Hilfe der Namenforschung möglich sind. Dabei unternehmen wir einen imaginären Spaziergang durch die Luzerner Namenlandschaft.

Wann: Mittwoch, 18. Februar 2015, 18.15 Uhr
Eintritt: frei, Gäste willkommen

Ort:
Kirchgemeindehaus St. Peter
Lavatersaal
St. Peterhofstatt 6, Zürich

Nicholas Mühlberg: Sachbuchgestaltung heute

Wer feststellt, dass sich neue Bücher nicht mehr in den Büchergestellen unterbringen lassen und die verfügbaren Wände mit Büchergestellen besetzt sind, sollte prüfen, ob er der Bibliomanie verfallen ist. Diese Bücherbegeisterung ist nicht so selten, es sei aber hier behauptet, sie sei nicht krankhaft und nur teilweise ansteckend. Als Hilfsmittel zur Diagnose sei empfohlen die vergnügliche Zusammenstellung von Steven Gilbar: Bibliomania. Dörlemann Verlag, Zürich 2006. Buchgestaltung war über Jahrhunderte eine hohe und hochangesehene Kunst. Bücher waren denn auch ein wertvoller Besitz, auch nach der Verbreitung des Buchdrucks (Gutenberg-Bibel 1456). Obwohl mit steigenden Auflagezahlen und mit den Taschenbüchern die Anschaffungspreise fielen und Bücher für jedermann erschwinglich wurden, hielt sich die Freude nicht nur an guten, sondern auch an gut gestalteten Büchern – eine bemerkenswerte Erscheinung bei einer erheblichen Inflation. Wie steht es heute, wo jedermann, der einigermassen mit einem Wordprogramm und dem Drucker umgehen kann, imstande ist, selbst Bücher zu produzieren? Wir werden an diesem Abend erfahren, dass zum Buch als gestaltetem Gegenstand noch einiges beherrscht werden muss: die Wahl des Formats, passender Materialien, den gestalterischen Entwurf, die Typographie; wir werden aber auch vom Alltag des Buchgestalters hören, der Zusammenarbeit mit Autorinnen und Autoren, Fotografen, Verlegern, Lithografen, Druckern. Und dies aus dem Munde eines äusserst geschickten Buchgestalters:

Wann: Mittwoch, 14. Januar 2015, 18.15 Uhr
Eintritt: frei, Gäste willkommen

Ort:
Kirchgemeindehaus St. Peter
Lavatersaal
St. Peterhofstatt 6, Zürich



Nicholas Mühlberg, 1964 geboren in London, verbrachte Kindheit und Jugend in Magden im Kanton Aargau. Seit 1986 lebt er in Basel. An der Schule für Gestaltung Basel (damals ‹Kunstgewerbeschule›) und in einem Grafikatelier in Basel liess er sich zum Grafiker ausbilden. Nach der Ausbildung arbeitete er zuerst als Buchgestalter bei Verlagen, ab 1994 mit eigenem Atelier in Basel für Kunden in der ganzen Schweiz, insbesondere im Bereich der Buchgestaltung für Verlage, Museen sowie kulturelle und wissenschaftliche Institutionen. Er erhielt diverse Preise an Gestaltungswettbewerben. Seit 2004 bekleidet er Lehraufträge an der Schule für Gestaltung Basel in den Fächern Farbe und Typografie und ist seit Anfang 2013 Leiter der Fachklasse für Grafik an dieser Schule. 2014 gründete er zusammen mit drei weiteren Basler Grafikerinnen und Grafikern das Grafikatelier ‹icona› für Buchgestaltung, Kommunikation, Fotografie, vorher ‹Atelier Mühlberg›. 


Lisa Krischel-Brog: Eine Stimme aus dem Haslital

Lisa Krischel-Brog

«Es hed gschniid und döe afaa rrägnen. Tüüsig Silbertrepfleni hangen i lläärren Zweiglenen vun miiner Birken voor em Hüüs. Es gseed üüs, wie wen e llengi, len-gi Perlechetti i mmiim Beimli hangeti.» (aus «Still Mo-mänte»)

1939 geboren, verbrachte Lisa Krischel-Brog die Kinder- und Jugendzeit in Hausen bei Meiringen. Sie hatte das Glück, in einem Elternhaus aufzuwachsen, wo Literatur, Musik und Malerei sehr gepflegt wurden. Ihre Eltern waren sehr darauf bedacht, die Kinder immer wieder zur Reinhaltung des Dialekts zu ermahnen.

Nach der Lehre und einjährigen Aufenthalten in London und Paris lebte Lisa Krischel lange im Kanton Aargau. Später kehrte sie zurück ins Haslital und wohnt seither in ihrem Elternhaus.

Frau Krischel begann schon früh, kleine Geschichten und Begebenheit zu notieren. Von da aus war es ein nicht allzu grosser Schritt, diese in einem Buch zusammenzufassen. Da sich fast alle Geschichten im Haslital zugetragen haben, sollten sie auch im hiesigen Dialekt, dem «Haslitiitsch» geschrieben sein. Mittlerweile sind vier Werke entstanden.

Mittwoch, 17. Dezember 2014, 14.30 Uhr Kirchgemeindehaus St. Peter, Lavatersaal, St. Peterhofstatt 6, Zürich

Eintritt frei, Gäste willkommen

Charlotte Pedergnana (Winterthur) liest aus ihren Geschichten

Charlotte Pedergnana schreibt erst seit ein paar Jahren Züritüütsch; sie findet es schwierig, aber wichtig. Und sie will ihr Züritüütsch als Momentaufnahme verstanden wissen.

Die Autorin ist – nach ihren eigenen Worten – 1936 in Winterthur geboren und aufgewachsen in Verhältnissen, die man heute ziemlich unbescheiden „bescheiden“ nennt. Nach längeren Aufenthalten in England, Frankreich, Italien und fünf Jahren in Kanada wohnt sie wieder in Winterthur, das sie nicht mehr so beklemmend eng empfindet wie früher, weil sie, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet, andere Gegenden besucht. Soeben ist sie von einer achtwöchigen Weltreise zurückgekehrt. Es ist vor allem die Neugier auf Anderes, das sie die Koffer packen lässt.

Neugier trieb sie sogar unter Wasser. In einem Alter, in dem die lustigen jungen Taucher den Atemregler schon längst wieder abgegeben hatten, um mit dem Rasenmäher umzuge-hen, hat sie das Tauchen erlernt und seither mehr als 1000 Tauchgänge gemacht. Bei einem Urlaub in Ägypten haben auch drei ihrer Enkel tauchen gelernt. Das machte ihr grosse Freude.

Sie ist Familienfrau mit 1 Ehemann, 3 Kindern und 5 Grosskindern. Seit sie 15 Jahre alt ist, schreibt sie für Geld. Sie arbeitete für verschiedene Publikationen, für Tageszeitungen in Winterthur, für Monatszeitschriften, für Magazine in der Schweiz, selten für deutsche Ta-geszeitungen und zwar – wie sie sagt – tägliches Kurzfutter, Mode, Lebensart, satirische Kolumnen, Reiseberichte. Eine grössere Zahl kurzer Geschichten ist in Zeitungen und zum Teil auch in eigenen Büchern und CDs erschienen oder in Anthologien aufgenommen, zuletzt ins „Buch 750“, das dieses Jahr zum Jubiläum der Stadt Winterthur herausgegeben wurde; unter 33 Autorinnen und Autoren schrieb sie als Einzige auf Züritüütsch.

Mittwoch, 19. November 2014, 18.15 Uhr Kirchgemeindehaus St. Peter, Lavatersaal, St. Peterhofstatt 6, Zürich

Eintritt frei, Gäste willkommen

Montag, 18. Februar 2013, 18.15 Uhr

Karl Hensler:

Üsere Dichter Meinrad Lienert

 

Meinrad Lienert (1865–1933) wuchs im Klo­ster­dorf Einsiedeln auf und be­such­te da­selbst die Schulen. Nach einem Welsch­land­aufenthalt und er­sten Ver­öf­fent­lichun­gen im Feuilleton der NZZ holte ihn der Vater Konrad Xavier Lie­nert, Landschreiber und Kan­tonsrat, in seine Amtsstube. Mein­rad amtete dar­auf als selbständiger Notar in Ein­sie­deln. 1893 heiratete er die Nach­bars­­tochter Marie Gyr; der Ehe entspros­sen drei Kinder.

Im Jahre seiner Heirat wurde Mein­rad Lienert für vier Jahre Mitin­haber und Re­dak­tor des «Einsiedler Anzeigers», in dem ei­ne Reihe früher Gedichte und Erzählungen erschien. In der Folge zog er nach Zürich, wohnte in Hottingen, aber sein Herz blieb im Klosterdorf, was sich immer wieder in seinem Werk zeigt. Fast ein Viertel­jahr­hundert lebte er in Zürich, wo er auch das Bürgerrecht erhielt, kurz nachdem ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Zürich verliehen worden war. Nachdem er wieder einige Jahre in Einsiedeln Wohnsitz gehabthatte, lebte er die letzten Jahre in Küsnacht.

So die dürren Lebensdaten Meinrad Lienerts. Mit Leben und Werk des Waldstattdichters, des Juzlieni, macht uns in farbigerer Weise Karl Hensler vertraut.

 

Karl Hensler, geb. 1941 im Klosterdorf Einsiedeln, befasst sich seit vielen Jahren mit Meinrad Lienert. Das fand seinen Niederschlag sowohl in eigener Lyrik als auch in der Schrift «Üsere Dichter Meinrad Lienert», 88 S., Einsiedeln (Waldfink-Verlag) 2010.

Eintritt frei

Gäste willkommen


Mittwoch, 16. Januar 2013, 18.15 Uhr

Hans Burkhardt

Buchbinderei im Umbruch

 

Neue Medien verändern nicht nur das Verhalten der Leser, sondern auch den generellen Ein­satz von Print­produk­ten. Die Schwei­zer Druck­­indus­t­rie gerät zu­neh­mend un­ter Druck. Hinzu kommt nun auch die schwierige Wäh­rungs­situation, die be­­wirkt, dass Gross­­auf­träge ins günstigere Aus­land abwandern.

Die für Kreativität und In­novationen bekannte Buchbinderei Burkhardt AG in Mönchaltorf, BUBU, hat rechtzeitig die Weichen gestellt und bereits vor Jahren mit der elektronisch unterstützten Herstellung von Klein- und Kleinstauflagen von Büchern begonnen. Als Schweizer Pionier im Bereich Fotobuch verfügt BUBU heute auch über ein hochmodernes Digital-Zentrum. In der „digitalen Produktion“ wachsen Drucken und Binden zunehmend zusammen. Und interessanterweise entstehen dabei stets auch neue Synergien mit der rein handwerklichen Produktion.

 

Wieder versuchen wir, einen praktischen Aspekt rund um Bücher, die ja alle von uns interessieren, zu beleuchten. Hans Burkhardt, VRP und Inhaber des Familienbetriebs in der zweiten Generation, berichtet und stellt sich der Diskussion.

Eintritt frei

Gäste willkommen

 

 

Dezemberreferat, 19. 12. 2012, 14.30 Uhr

Els Morf-Bachmann 

liest aus 

«Es Bröösmeli Ziit»

 

 

Els Morf-Bachmann wurde 1920 in Herten bei Ellikon an der Thur geboren, lebt jetzt in Thalheim an der Thur. Sie ist Bauersfrau und Mutter von sieben Kindern.  

1969 erschien von ihr «En offes Fäischter, Züritüütschi Prosa» im Gemsberg Verlag Winterthur. Nun hat sie ein weiteres Bändchen «Es Bröösmeli Ziit» im Thur Ver­lag Andelfingen vorgelegt. 

«Es Bröösmeli Ziit ist ein Bändchen, in dem man zuerst da zwei Seiten liest und dort ein paar andere. Wer sich länger in den Bann ziehen lässt, beginnt Motive und Gedanken zu entdecken, die sich durch die lockere Abfolge ziehen, erkennt, wie sorgsam die Texte ausgewählt und zueinander in Beziehung gesetzt sind, und spürt immer deutlicher, wie dieses Kaleidoskop sel­ber für Els Morf zum Bild eines Lebens – ihres Lebens geworden ist und auf die Frage antwortet, die sie auf der ersten Sei­te stellt: Sibezg Jaar – achzg – nüünzg – hundert Jaar … isch es wenig – isch es vil?» (Zitiert aus dem Geleitwort von Ruedi Schwarzenbach) 

 

St. Peterhofstatt 6, Zürich 

 
 

Gäste willkommen

 

Novemberreferat, 7. 11. 2012, 18.15 Uhr

Angelika Overath: 

Zwischen Rätoromanisch und Jugendsprache. Von der Heimat in den Wörtern.

 

 

Angelika Overath wurde 1957 in Karlsruhe geboren. Nach dem Studium von Germanistik und Geschichte in Tübingen promovierte sie 1986 über die Farbe Blau in der Lyrik der Moderne. Seither arbeitet sie als Reporterin, Literaturkritikerin, Essayistin. Regelmässig gibt sie Kurse in creative writing. Sie unterrichtet an der Schweizer Journalistenschule MAZ in Luzern. 1996 erhielt sie den Egon-Erwin-Kisch-Preis für literarische Reportage. Sie hat mehrere Bände mit Reportagen und Essays veröffentlicht. 2005 erschien ihr erster Roman «Nahe Tage»; 2009 der Roman «Flughafenfische», mit dem sie auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises stand. 2010 kam «Alle Farben des Schnees. Senter Tagebuch» heraus, denn seit 2007 lebt sie mit ihrer Familie in Sent, einem Unterengadiner Dorf, zu dessen kultureller Bereicherung sie wesentlich beiträgt. 2012 erschien der Geschichtenband «Fließendes Land». 

Angelika Overath ist verheiratet mit Manfred Koch, der als Germanist an der Universität Basel lehrt. 

Angelika Overath «ist vor allem eine Reporterin; ihre Texte erscheinen zumeist in der ‹Neuen Zürcher Zeitung›. Aber sind diese Sachen Reportagen oder nicht vielmehr beschreibende Prosa, die auf dem schmalen Grat zwischen Fakten und Fiktion balanciert, weil hier ein Kunstwille sichtbar wird, der die Wirklichkeit umformt zur Wirtlichkeit?» (Zitiert aus der FAZ, 6.7.2012)

 

St. Peterhofstatt 6, Zürich

 
 

Gäste willkommen

 

Oktober-Referat

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 18.15 Uhr 

Kirchgemeindehaus St. Peter, Lavatersaal, St.Peterhofstatt 6, Zürich 

Dialäkt Äpp: Gesellschaftliches und wissenschaftliches Potenzial einer Smart­phone-Applikation  

Marie-José Kolly und Adrian Leemann, Phonet. Laboratorium Universität Zürich 

Einige von uns machen noch einen grösseren Bogen um Smartphone-Applikationen. Auch deshalb ergreifen wir die Gelegenheit, uns damit auseinanderzusetzen. Die folgenden Informationen zum Vortrag stammen von der Referentin: 

«In der Schweiz gibt es Dialekte, so weit die Ohren reichen. Wir haben eine interaktive Dialekt-Applikation kreiert, um Dialekte zu sehen, zu hören, aufzunehmen, aufzubewahren. 

Schweizer Dialekte bewegen unsere Gesellschaft – sie sind Teil unserer Identität, stiften oft zu Diskussionen an. Als junge Sprachwissenschaftler möchten wir dieses gesellschaftliche Interesse fördern. Unsere Gratis-Dialäkt Äpp für Smartphones erlaubt unter anderem eine präzise geografische Verortung und Aufnahme der Mundart der Nutzer und die interaktive Wiedergabe der Sprache anderer. Auf einer interaktiven Karte ein- und auszoomen, von Region zu Region scrollen und Aufnahmen verschiedenster Dialekte hören – die Dialäkt Äpp erlaubt eine auditive Reise durch die Schweiz! 

Mit der geplanten mobilen Applikation kann der Benutzer seinen eigenen Schweizer Dialekt möglichst genau verorten, was mittels Abfrage von wissenschaftlich ermittelten, spezifischen Wörtern geschieht, deren Aussprache bestimmten Regionen zugeordnet werden kön­nen. Als Basis dient der Sprachatlas der deutschen Schweiz. Bei jeder Abfrage kann das vorgegebene Wort gesprochen und dabei aufgenommen werden. Diese Aufnahmen werden anonymisiert, auf einem Server abgespeichert und mit der Herkunftsangabe der Sprecherin verortet. Nutzer der mobilen Applikation können über eine Karte oder Ortsauswahl die von anderen Personen aufgenommenen Aussprachevarianten anhören. 

Diese Daten stellen eine in dieser Form einzigartige wissenschaftlich-historische Sammlung bzw. Archivierung zeitgemässer Schweizerdeutscher Dialekte dar und sichern so ein wertvolles kulturelles Gut. Weiter wünschen wir uns, dass die Dialäkt Äpp die Öffentlichkeit für Mundarten sensibilisiert und die Vielfalt unserer Dialekte fördert. Nicht zuletzt erlaubt sie, Dialektdaten für wissenschaftliche Zwecke zu sammeln.» 

Jahresbott

Einladung zum 74. Jahresbott

 

Samstag, 24. März 2012, 14.30

Kirchgemeindehaus St. Peter, Lavatersaal,

St. Peterhofstatt 6, Zürich

Die Einladung zum Bott mit der Traktandenliste geht den Mitgliedern per Post zu. 

 

Die jährliche Hauptversammlung unseres Vereins heisst in traditioneller Weise Bott (n.). Schon vor 350 Jahren war ‹im Bott sii› eine grosse Ehre, auf die jeder Zunftvorsteher stolz war. Heute ist es für uns eine Ehre, wenn viele Mitglieder dem Aufruf zum Bott, zwar nicht mehr durch den Bott (Bote) überbracht, Folge leisten. 

 

 Zweiter Teil, nach einer kleinen Erfrischung, etwa um 15.30: 

«Jä gäll, so geit’s!»

Es Mümpfeli us em Wärk vom stadtbärnischen Outor

Ruedolf vo Tavel (1866–1934)

Es list der J. Harald Wäber, alt Diräkter vo der Burgerbibliotheegg Bärn und Gründungsmitgliid vo der Stiftung Ruedolf vo Tavel.

 Gäste willkommen